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E-Commerce mit Facebook - Fans shoppen online
Dieser Eintrag stammt von Günther Ohland Am 1.9.2011 @ 10:26 In e-Commerce | Keine Kommentare
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Facebook ist trotz aller Bedenken der Datenschützer eine einzigartige Erfolgsgeschichte. Nicht nur die junge Generation ist täglich per PC oder Smartphone bei Facebook online und tauscht sich aus, wer mit wem und warum, was gerade in und out ist, wo sich die Freunde aufhalten und wie man sich gerade so fühlt. Niemand weiß mehr über uns als die Datenbanken von Facebook. Das muss sich doch für e-Commerce nutzen lassen.
Facebook ist in den Augen der Nutzer etwas ganz anderes, als eine Website, kein interaktives „Bilderbuch“ im Web, in dem man finden kann, was man sucht. Facebook wird von vielen, überwiegend jüngeren Menschen als ein Werkzeug verstanden, mit dem man seine Ideen, Vorlieben und Erlebnisse mit Anderen teilt. Facebook ist somit nur eine neutrale Mitmach-Plattform. Inzwischen sind dort alle namhaften Unternehmen vertreten. Ob Deutsche Bank, die Schweizer und die Deutsche Bahn, die Bundeswehr, die politischen Parteien oder die Kanzlerin, Facebook ist als sinnvolle Zweiwege-Kommunikationsplattform allgemein akzeptiert.
Facebook ist gnadenlos – ist man interessant, wächst die Anzahl der so genannten Freunde und der Daumen-Hoch Button „gefällt mir“ wird gedrückt. Verscherzt man es sich mit der Community, kann man erschreckt zusehen, wie die Zahl der Freunde schrumpft. Das sieht man nicht nur selbst, auch alle anderen bekommen mit, hier hat jemand versagt. Was mag die Facebook-Gemeinde und wann kündigt sie die Freundschaft? Werbung als solche ist bei Facebook verpönt. Outen sich User als Freunde einer Marke, gibt es dafür unterschiedliche Motive. Sonja Willamowski hat dies in Ihrer Diplomarbeit an der Dortmunder TU bei Prof. Dr. Hartmut H. Holzmüller untersucht. Danach hätten mehr als drei Viertel der Teilnehmer geantwortet, dass sie auf diesem Wege stetig über Neuigkeiten und neue Produkte informiert werden möchten. 61 Prozent der Befragten wollen mit ihrem „Fan-Sein“ die Marke unterstützen. Es ist sicherlich schön, viele Fans zu haben, die Gutes über die eigene Marke reden, Umsatz bedeutet das allerdings noch nicht. Wenn klassische Produktwerbung nicht funktioniert, was dann? Die Community wünscht Informationen, aber keine Werbung. Neue Entwicklungen, frühe Ankündigungen von Produktneuigkeiten und spezielle Aktionen exklusiv für die Facebook-Freunde kommen gut an. Selbst die Edelmarke Jaguar informiert ihre Driver-Community regelmäßig über künftige Modelle, wo diese zu sehen sein werden und wer den XKR-S auch toll findet. So lässt sich eine Spannung und freudige Erwartung aufbauen, wie es kein anderes Medium mit so wenig Aufwand vermag. Eine Werbebotschaft wie „kauf den neuen Jaguar XKR-S“ wäre allerdings kontraproduktiv. User möchten informiert sein, doch in welcher Häufigkeit? Mehr als zwei bis drei Statusmeldungen in der Woche sollten es nicht sein, sonst werden sie lästig und als Spam gewertet.
Besondere Produkte und Angebote exklusiv für Facebook-Nutzer kommen gut an. Dazu muss allerdings aus der Facebook-Meldung ein Link auf den eigenen Web-Shop gelegt werden. Die Landingpage dort darf nicht der ganz normale Shop sein, sonst fühlt sich die Gemeinde „auf den Arm genommen“. Sehr gut hat das Versandhaus Baur die Aufgabe gelöst, wie der folgende Screenshot zeigt.
Geburtstagswünsche an der Pinwand, Sonderaktionen, Newsletter Gewinnspiel und immer wieder Kundenfeedback. Wo bekommt das Baur-Team die Infos her? Von den begeisterten Usern natürlich. Alle Informationen, die der Facebook-User „mit Allen“ teilt, stehen Baur zur Verfügung. Geschlecht, das eigene Freundesnetzwerk, Film- und Musikvorlieben, etc. Diese Daten werden nicht heimlich abgegriffen, der User gibt sie frei (siehe Screenshot).
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Für den Shopbetreiber sind das nahezu paradiesische Zustände. Besonders, wenn sein Shopsystem darauf eingerichtet ist, diese Daten nahtlos zu übernehmen und zu verwenden. Enfinity Suite von Intershop ist so ein System. Der Versender Baur nutzt Enfinity und Facebook als erfolgreiches Team, um aus begeisterten „Friends“ zufriedene Kunden zu machen und mit ihnen signifikanten Umsatz zu generieren.
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